Hunde-ABC: Begriffe rund um Hunde

Eine Sammlung von Worten nicht nur direkt um Hunde

Hund mit Durchfall



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Auch beim Hund ist Durchfall wie beim Menschen ein Symptom, nicht die Krankheit selbst. Das heißt, es ist ein Anzeichen dafür, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Das ist auch der Grund dafür, dass die Behandlung von Durchfall-Erkrankungen nur bedingt selbst durchgeführt werden sollte, sondern einen Tierarztbesuch erforderlich macht, falls er nicht in kürzester Zeit wieder verschwunden ist, das heißt innerhalb von 2-3 Tagen.

Auch extrem starker Durchfall sollte nicht selbst behandelt werden. Wenn der Durchfall zum Beispiel ganz anders riecht als normaler Hundekot und der Absatz sehr viel häufiger erfolgt, kann es nicht richtig sein, zu eigener Behandlung zu greifen. Ebenso selbstverständlich, wenn der Durchfall des Hundes Blut enthält, und sei es noch so wenig.

[ad#300×250-rechts]Bei leichteren Fällen muss auf jeden Fall darüber nachgedacht werden, ob es vielleicht an der Fütterung liegt. Ganz besonders schädlich ist in diesem Zusammenhang fettes Fleisch, aber auch rohes Fleisch, erst recht rohe Innereien, bei manchen Hunden auch rohe Milch. Nun, die Fütterung von rohem Fleisch und Schlachtabfällen ist ja ziemlich aus der Mode gekommen. Vor 30 Jahren war es mir noch selbstverständlich, mit meinem Hundefutter-Eimer beim Schlachthof zu sein, wenn dort Rinder geschlachtet wurden und Hundefutter zu holen. Meist noch frisch und warm direkt nach dem Ausweiden der Tiere. Damals konnte man sich noch während des gesamten Schlachtvorgangs im Arbeitsbereich des Schlachthofs aufhalten und sich die besten Stücke sichern (oder was man dafür hielt), wenn man den Leuten dort bekannt war.

Das ist heute natürlich gänzlich anders und Hunde werden gewöhnlich mit Futter aus dem Fachhandel ernährt. Aber viele Hundebesitzer haben die Gewohnheit, auch selbst etwas für ihre Hunde zu kochen. Und dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass das Futter nicht zu fettreich wird.

Ist ein durch die Fütterung bedingter Durchfall eingetreten, so genügt es manchmal schon, den Hund ein oder zwei Tage hungern zu lassen und dann in vernünftig veränderter Form zu füttern. Falls man es nicht lassen kann (solche Hundebesitzer gibt es), ihm doch etwas zu geben, so sollte es nicht viel sein. Und man hat die Gelegenheit, in dieses bisschen Futter noch ein Medikament einzumischen.

Und vergessen Sie bitte nicht, dass dieser Artikel wie jeder andere auch, eine Beratung durch einen Tierarzt nicht ersetzen kann! Der Tierarztbesuch ist unbedingt erforderlich, wenn man sich seiner Sache nicht wirklich sicher ist.

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