Hunde-ABC: Begriffe rund um Hunde

Eine Sammlung von Worten nicht nur direkt um Hunde

Ordnung



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Ordnung ist das halbe Leben, das bleut man uns von klein auf ein. Trotzdem erkennen viele Hundebesitzer nicht, dass dieser Satz auch für ihre Hunde gilt.

[ad#300×250-links]Vor Jahren habe ich Leute kennen gelernt, die ihren Hund mit dem Namen „Chaos“ bedacht hatten. Sie meinten allen ernstes, damit das Wesen eines Hundes am besten getroffen zu haben. Es war nicht möglich, diesen Hundebesitzern klarzumachen, dass das, was sie für Chaos hielten, vollkommen in die innere Ordnung des Hundes hineinpasste.

Das erinnert ein wenig an die Sorten von Menschen, die einen geschniegelten Garten als ordentlich bezeichnen und dem, was die Natur selbst ordnet, die Ordnung absprechen. Dabei ist es ganz genau umgekehrt – denn verglichen mit der Ordnung der Natur können die Maßnahmen von Menschen immer nur zerstörerischer Pfusch sein.

Die innere Ordnung des Hundes verlangt nach klaren Verhältnissen. Sie verlangt auch danach, beschäftigt zu sein, lernen zu können, einen gesunden Wechsel von ausreichender Aktivität und Ruhephasen zu haben. Bekommt er dieses alles nicht, so entsteht ein Überdruck. Ein Überdruck an innerer Unausgeglichenheit, der sich in irgendeiner Art und Weise Bahn brechen wird.

[ad#300×250-rechts]Ein Hund verlangt klare Verhältnisse mit klaren Richtlinien. Hat er diese nicht, dann schafft er sie sich selbst. Darum gehört es zum artgemäßen Umgang mit Hunden, eine eindeutige hierarchische Struktur zu schaffen und einzuhalten. Schon das macht einen Hund entschieden ausgeglichener, als wenn er dieses nicht hätte. In seinem natürlichen Bedürfnis nach einer solchen Rangordnung kann schon das Fehlen dieser Klarheit auslösen, dass der Hund seinen Frust vielleicht an der Wohnungseinrichtung auslässt. Oder unerträglich laut ist. Oder sich irgendetwas anderes ausdenkt.

Ebenso ist es mit der Ausgeglichenheit in Bezug auf Bewegung und Beschäftigung. Beschäftigung auch in dem Sinn, dass der Kopf etwas zu tun bekommt. Auch das kann ähnliche Reaktionen auslösen, wenn es nicht vorhanden ist.

Verständnislosen Leuten erscheint es dann so, als sei der Hund chaotisch. Er ist es natürlich nicht. Er ist es genauso gar nicht, wie die Natur nicht chaotisch ist, sondern ihre klare Ordnung hat.

Daher zeugt die Idee, dass das, was ein unausgeglichener Hund tut, daraus entsteht, dass Hunde im Kopf chaotisch sind, von absolutem Unverständnis und mangelhaftem Einfühlungsvermögen dem Tier gegenüber und von arroganter Ignoranz den Möglichkeiten gegenüber, das eigene Wissen zu erweitern und solche fundamentalen Irrtümer auszuräumen, wenn man sich schon nicht von vornherein ein gewisses Grundwissen angeeignet hat.

Es ist Sache des Hundebesitzers, die innere Ordnung des Hundes zu erkennen und dementsprechend mit ihm umzugehen. Andersherum kann man es wirklich nicht erwarten. Schließlich ist der Mensch auch der intelligentere der beiden Partner. Er sollte es zumindest sein….
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